Seit 1985 im Besitz der Familie Richard, liegt dieses Weingut mit fünfhundertjähriger Weinbautradition im Herzen der Appellation und umfasst 90 Hektar Rebfläche. Das Château ist seit 1998 biozertifiziert und sein Terroir ist typisch für die Appellation: Sand, Lehm, Kalkstein und die berühmten gerollten Kieselsteine wechseln sich ab. Der Weinberg von Château La Nerthe wurde im 14. Jahrhundert angelegt, als die Päpste Franzosen waren und der Weinbau in Châteauneuf-du-Pape eingeführt wurde. Der Untergrund besteht aus Burdigalianischer Melasse, einem verbindenden Element der verschiedenen Terroirs der Appellation.
Weinbereitung
Die Trauben werden von Hand gelesen und anschließend auf einem Sortiertisch selektiert. Nach dem Entrappen wird die Hälfte sortenrein und die andere Hälfte gemeinsam vergoren. Die Maischegärung dauert 18 bis 20 Tage mit regelmäßigem Umpumpen und Unterstoßen des Tresterhuts, um eine optimale Extraktion der Traubeninhaltsstoffe zu gewährleisten. Anschließend werden die Weine zur malolaktischen Gärung in Steintanks umgefüllt. Nach Abschluss dieser zweiten Gärung reift die Hälfte des Weins 12 Monate lang in Barriques und die andere Hälfte in großen Eichenfässern.
Verkostungsnotizen: Die Farbe ist dunkel und tief. In der Nase entfalten sich deutliche Aromen von schwarzer Johannisbeere, schwarzem Tee und getrockneten Blüten. Am Gaumen ist der Wein reichhaltig, fruchtig und samtig mit einer komplexen Tanninstruktur. Er ist ausgewogen, rein, intensiv und hat einen langen Abgang, was ein ausgezeichnetes Reifepotenzial verspricht.
Rebsorten: 39 % Grenache, 33 % Mourvèdre, 25 % Syrah, 2 % Cinsault, 1 % Sonstige
Geschmack: Geschmeidig und samtig
Alkoholgehalt: 14,5 %
Serviervorschlag: Serviert bei ca. 16–18 °C, passt dieser Wein hervorragend zu kräftigen Fleischgerichten, Wild, einer Hirschkeule, Haseneintopf, aber auch ganz einfach zu einem Rinderrippchen mit Knochenmark oder einem Rindfleischeintopf mit provenzalischen Kräutern.